Huanchaco & Huacas del Sol y de la Luna
Reisebericht aus meinem Blog: <a href="http://www.elsenorinperu.wordpress.com" title="www.elsenorinperu.wordpress.com">www.elsenorinperu.wordpress.com</a>
Wer den letzten Bericht aufmerksam verfolgt hat, weiß ja, dass wir Samstag in Chan Chan waren. Im Anschluss geht’s dann ab nach Huanchaco. Huanchaco (gesprochen Huantschacko) befindet sich ca. eine halbe Stunde nordwestlich von Trujillo, also wieder vorbei an Chan Chan und einigen Küstenabschnitten. Achso, ich habe euch ja noch gar nicht gesagt, dass der Strand von Huanchaco zu den schönsten Perus zählt und die Wellen Surfer aus aller Welt anlocken. Vielleicht ist das ja ein bisschen übertrieben, aber Surfer sind wirklich da und Strand gibt es auch. Da das Wetter mitspielt, gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause. Doch selbst hier hat man keine Ruhe. Kaum hingesetzt, stürzen sich auch schon die ersten Studenten mit einem Fragenbogen für Touristen auf uns. Es stellt sich heraus, dass die beiden auch Tourismus studieren und nach einem kleinen Plausch und ein paar Fragen verabschiedet man sich freundschaftlich.
Im Anschluss wollen wir ein bisschen die ‘Innenstadt’ Huanchacos erkunden. Während der Küstenabschnitt von Souvenir Shops, Bars, Restaurants und kleineren Hotels dorminiert wird, tummeln sich weiter im Inneren dieses kleinen Fischerortes viele kleine, bunte und heruntergekommene Häuser. Nach und nach wird unser Weg immer steiler, bis wir schließlich am höchsten Punkt Huanchacos angekommen sind. Hier befindet sich eine kleine Kirche mit einem Friedhof, von der aus man einen ultimativen Blick über die Küste und den Ort hat; und das Ganze bei strahlendem Sonnenschein.
Der eigentliche Plan ist, den Sonnenuntergang zu beobachten. Das wird mit der Zeit aber immer schwerer. Der Himmel verzieht sich mehr und mehr und kurze Zeit später ist von der Sonne nicht mehr viel zu sehen. Also Planänderung: wieder runter ans Meer, Schuhe aus, Socken auch und Strandspaziergang Richtung Trujillo. Unterwegs treffen wir auf eine Art Strandbar, die mit leckeren Düften lockt. Wir probieren also von allem Essen eine Kleinigkeit (verdammt lecker) und machen uns im Anschluss mit dem Combi wieder auf den Weg nach Trujillo.
Am nächsten Morgen steht dann auch schon wieder der nächste Ausflug auf dem Programm: las Huacas del Sol y de la Luna (die Tempel der Sonne und des Mondes). Im Vorfeld meinten schon alle, dass Chan Chan zwar die bekanntere Attraktion von beiden sei, dass die Huacas del Sol y de la Luna aber weitaus besser erhalten und deshalb auch viel interessanter seien. Nach 30-minütiger Fahrt im Combi gen Südosten,vorbei an kleinen Dörfern und mitten durch die Natur, kommen wir schließlich an. Diesmal beinhaltet der Ticketpreis von umgerechnet 1,50€ sogar einen Guide und das zahlt sich auch gleich aus. Da wir relativ spät dran sind, sind die Tempelruinen, von denen man übrigens nur die Huaca de la Luna besichtigen kann, etwas von Touristen überlaufen. Die Guides krallen sich gleich zu Beginn Gruppen von jeweils ca. 15 Personen und sprechen sich gekonnt ab, wer zu welcher Zeit welchen Teil der Ruinen besichtigt. Die ganze Tour ist super interessant. Zu Beginn geht es noch einen steilen Berg über Treppen hinauf, ehe man dann den eigentlichen Tempel betritt. Und der ist wirklich sehr gut erhalten. Wandmalerein in Farbe, alte Wege, die an einer Art Felswand vorbei gehen und der herrliche Blick über einzelne Ausläufer der Anden und der Huaca del Sol zahlen sich schnell aus. Hier und da macht die Gruppe halt, erhält Informationen und schießt im Anschluss Fotos, ehe es dann weiter zur nächsten Attraktion geht.

nice
nice