Trujillo
Reisebericht aus meinem Blog: <a href="http://www.elsenorinperu.wordpress.com" title="www.elsenorinperu.wordpress.com">www.elsenorinperu.wordpress.com</a>
Wie ihr ja alle sicherlich schon vergangene Woche gelesen habt, ging es dieses Wochenende in den Norden Perus. Die Busstation von Cruz del Sur (so heißt die Firma) befindet sich im Zentrum Limas; einfach zu finden, dafür aber knapp 40 Minuten von unserem Haus entfernt. Angekommen, gleich der erste Schock. Am Schalter wird uns folgendes mitgeteilt: ‘Señor el Señor, leider müssen wir Sie und Ihre Begleitung (Jennifer) in eine höhere/luxuriösere Kategorie umbuchen. Dadurch verzögert sich die Abfahrt um eine dreiviertel Stunde. [...] Ob Sie für diese Kategorie mehr zahlen müssen? Natürlich nicht Señor el Señor.’ Hmm, bis zur Abfahrt also noch genug Zeit, um sich ein Ritual aus dem Hut zu zaubern: Ab sofort werden wir vor jeder Reise, Anticuchos (Kuhherz) und eine Dose Cusqueña Bier zu uns nehmen. Naja, ich würde euch ja gerne mehr über die Fahrt erzählen, aber bis auf den Abendsnack und die ersten 15 Minuten von Tropical Thunder, habe ich leider alles unter meiner kuschelig warmen Busdecke verschlafen.
Angekommen in Trujillo, begeben wir uns gleich auf die Suche nach einer Bleibe. Vorbei an der Taxifahrermeute, einige Straßen weiter ins Zentrum und wir befinden uns auch schon vor unserer ersten Wahl. Das Hostal Americano wird in meinem Reiseführer als günstig und prunkvoll angepriesen. Was uns der Herr Lonely Planet jedoch verschwiegen hat, ist, dass das Hotel seit zwei Jahren geschlossen ist. Also weiter im Schritt. Nächstes Objekt der Begierde ist das Hostal Lima, dass mit gefängnisartigen Zimmern locken soll; Schnell gefunden und ebenso schnell überzeugt (2,50€ die Nacht)! Lediglich die besorgten Nachbarn, die uns darauf hinweisen, dass das Hotel in der Nacht hauptsächlich von Schwulen und Prostituierten oder einer Mischung aus beiden genutzt wird, macht uns etwas stutzig. Letztendlich gewinnen aber der Preis und die Faulheit. In der Nacht erfahren wir dann übrigens, was die netten Nachbarn meinten. Aus den Räumen um uns herum dröhnt mal tiefes, mal hohes, mal stotterndes Stöhnen in unser Zimmer. Nach minutenlangen Lachkrämpfen schlafen wir dann aber doch relativ leicht ein. Diese Erfahrung muss man definitiv mal gemacht haben.
Die Stadt an sich ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Zahlreiche Gebäude um den Plaza de las Armas (Stadtplatz) herum locken mit bunten Farben und ihrer Architektur im Kolonialstil. Die Stadt ist überhäuft von Kirchen. Die wohl wichtigste, nämlich die Catedral de Trujillo befindet sich auf dem Plaza de las Armas.
Hmm, was kann man noch mehr erwähnen? Das Essen ist verdammt günstig. Ein Menü bestehend aus Suppe, einer großen Portion Reis mit Hühnchen und einem Getränk (bis auf die Suppe ist das übrigens unser erstes Frühstück in Trujillo=) gibt’s schon für umgerechnet einen Euro. Da kann der Mc nur schwer mithalten.

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